Schulterprothese

Leitsymptom für Omarthrose sind Schmerzen, die Anfangs nur gelegentlich bzw. bei bestimmten Bewegungen (z.B. Überkopfbewegungen) auftreten. Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf nehmen die Schmerzen an Intensität zu, zudem werden die schmerzfreien Intervalle immer kürzer. Hinzu kommen Bewegungseinschränkungen, Steifheit, Kraftverlust im Bereich der Schulter und andere Beschwerden.

 

Konservative Therapie

Zur Therapie der Schulterarthrose steht ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Zu Beginn wird mit konservativen Therapiemaßnahmen versucht die Schmerzen zu lindern und Bewegungseinschränkungen zu reduzieren. Konservative Therapiemaßnahmen sind u.a. schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente, Physiotherapie, Krankengymnastik und physikalische Therapien.

 

Individuelle Therapieplanung

Der Behandlungsplan wird gemeinsam mit dem Patienten in der Ordination erstellt und orientiert sich ganz an den individuellen Bedürfnissen. Im Rahmen eines ausführlichen Gesprächs sehen wir uns genau an, welche Maßnahmen langfristig helfen können, um den Krankheitsverlauf zu verzögern; hierzu zählen auch allgemeine Maßnahmen wie z.B. das Vermeiden von Überlastung und Sport/Bewegung (Wie können Überlastungen des Schultergelenks im Alltag vermieden werden? Welche Sportarten sind bei Schulterarthrose geeignet? Wie lässt sich der Schultergürtel effektiv trainieren? etc.). Für die Physiotherapie weise ich meine Patienten an vertraute spezialisierte Physiotherapeuten zu, sodass stets eine umfassende Betreuung sichergestellt ist.

 

Schulterprothese

Darüber hinaus können auch verschiedene chirurgische Eingriffe (Schulterarthroskopie) sinnvoll sein. Bei Patienten mit stark fortgeschrittener Schulterarthrose gleiten die Schulterpfanne und der Oberarmknochen nicht mehr am Knorpel, sondern reiben direkt am Knochen, was mit starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verbunden ist. Besteht eine solche fortgeschrittene Arthrose des Schultergelenks und sind konservative Therapiemaßnahmen und minimal-invasive Operationsmethoden nicht mehr wirksam, dann sollte die Implantation einer Schulterprothese in Erwägung gezogen werden, mithilfe welcher die schmerzfreie Schulterfunktion wiederhergestellt werden kann.

 

Eine Schulterprothese ersetzt die verschlissenen Gelenkanteile des Oberarmkopfes und der Schulterpfanne. Für die Versorgung mit einem künstlichen Schultergelenk stehen verschiedene Prothesenmodelle zur Wahl. Welches im Einzelfall am besten geeignet ist hängt von verschiedenen Faktoren und den einzelnen Umständen der Erkrankung ab (z.B. Zustand der Rotatorenmanschette; Inwiefern ist der Knorpel noch intakt?; Zustand des Oberarmknochens/Knochenqualität etc.).

So ersetzt die Totalendoprothese beispielsweise beide Gelenkflächen; sie kommt zum Einsatz, wenn eine fortgeschrittene Schädigung beider Gelenkflächen vorliegt. Bei Patienten, bei welchen auch eine Schädigung der Rotatorenmanschette vorliegt kommt im Regelfall eine sogenannte inverse Schulterprothese zum Einsatz. Invers bedeutet, dass dieser Schulterprothesentyp umgekehrt konstruiert ist.

 

Nach Vorliegen einer exakten Diagnose wird aus einer Vielzahl an Prothesenarten die im Einzelfall am besten passende Prothese gewählt. Der Eingriff wird von mir im Orthopädischen Spital Speising durchgeführt, an welchem ich im Spezialteam für Schulterchirurgie tätig bin. Nach dem Eingriff erfolgt eine Physiotherapie, welche die Beweglichkeit und Belastbarkeit der Schulter und den Heilungsprozess nach der Operation fördert. Bei Fragen bin ich in der Ordination gerne für Sie da.