Schulterluxation

Wieso kommt es zu einer Schulterluxation?

Das Schultergelenk ist jenes Gelenk, welches am häufigsten von Luxationen betroffen ist. Das Labrum umfasst und stabilisiert das Schultergelenk. Wird ein Teil davon bei einer erstmaligen Luxation der Schulter abgerissen, kann es in weiterer Folge immer wieder zu einer Schulterluxation kommen, auch ohne äußere Gewalteinwirkung.

Eine Verrenkung der Schulter kann verschiedene Ursachen haben. Häufige Ursachen sind Unfälle und Sportverletzungen; wiederkehrende Luxationen können u.a. auch auf eine Schwäche des Kapsel-Band-Apparates oder auf Muskelschwäche trotz Rehabilitation zurückzuführen sein.

 

Beschwerden und mögliche Folgen

Bei einer Schulterluxation haben Betroffene zumeist starke Schmerzen, die von einer Schwellung begleitet werden können. Zudem ist die Beweglichkeit von Schulter und Arm eingeschränkt - je nach Form der Luxation wird der Arm häufig in einer typischen Schonhaltung gehalten. Kommt es wiederholt zu Luxationen, werden die Strukturen an der vorderen unteren Gelenkpfanne immer weiter geschädigt, was zu Verlust von Knochen in diesem Bereich sowie zu einer Instabilität der Schulter führen kann. Darüber hinaus steigt das Risiko für vorzeitige Gelenkabnutzung und Arthrose.

 

Therapiemöglichkeiten

Die Behandlung einer Schulterluxation kann konservativ oder operativ erfolgen und wird nach Vorliegen einer exakten Diagnose ausführlich in der Ordination besprochen. Bei jüngeren und sportlichen Patienten ist im Regelfall eine operative Refixation sinnvoll, um das Risiko für erneute Verrenkungen zu reduzieren. Die Operation erfolgt arthroskopisch im Krankenhaus Speising und kann ambulant durchgeführt werde. Anschließend ist eine physikalische Therapie notwendig.

Bei geringen Beschwerden, älteren Patienten und sportlich weniger aktiven Patienten kann nach Vorliegen der genauen Diagnose eine konservative Behandlung mit intensiver physikalischer Therapie erfolgen, welche von vertrauten spezialisierten Physiotherapeuten durchgeführt wird.